Therapie

Neurodermitis

Grundlagen für eine erfolgreiche Behandlung

Die Therapie richtet sich nach dem aktuellen Hautzustand. Aber auch das Alter des Patienten, Ort und Ausdehnung der Ekzeme sowie der gesamte Krankheitsverlauf spielen eine Rolle. Bewährt hat sich eine Therapie, die in vier Stufen aufgebaut ist.

Stufentherapie bei Neurodermitis

Stufe 1: Trockene Haut
  • Vermeidung und Verminderung von Provokationsfaktoren
  • Topische Basistherapie mit Hautpflegemitteln, die der Haut Fett und Feuchtigkeit zuführen
Stufe 2: Leichte Ekzeme
  • Erforderliche Maßnahmen der Stufe 1
  • juckreizlindernde, entzündungshemmende Wirkstoffe, milde, topische Glukokortikoide und/oder (ab dem 3. Lebensjahr) topische Calcineurininhibitoren
Stufe 3: Moderate Ekzeme
  • Erforderliche Maßnahmen der Stufen 1 und 2
  • stärker wirksame topische Glukokortikoide und/oder (ab dem 3. Lebensjahr) topische Calcineurininhibitoren
Stufe 4: Andauernde, schwer ausgeprägte Ekzeme
  • Erforderliche Maßnahmen der Stufen 1 bis 3
  • systemische immunmodulierende Therapie (Tabletten, die die Reaktionen des Immunsystems regulieren)

Auf der Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Praxiserfahrungen erarbeiten Mitglieder medizinischer Fachgesellschaften Therapieempfehlungen, die sogenannten Behandlungsleitlinien. In den aktuellen Leitlinien zur Behandlung von Neurodermitis werden diese vier Therapiestufen vorgeschlagen.

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Aktuelle Pressemeldung

Der Endlosschleife entkommen

Neurodermitis: Mit proaktiver Therapie länger entzündungsfrei

Bonn, 29.10.18 Viele Patienten mit Neurodermitis kennen das: Der letzte akute Schub ist behandelt und abgeklungen – doch schon nach kurzer Zeit kehren die Symptome zurück. Dieses Auf und Ab ist für die Betroffenen sehr belastend. Mit dem so genannten proaktiven Therapieansatz kann es gelingen, die beschwerdefreie Zeit deutlich zu verlängern.

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